von Christel van Bree, Dimsum Reisen – 28. Oktober 2025
Wenn man „Kochi“ sagt, sagen die Japaner „Yuzu“. Diese duftende Zitrusfrucht – irgendwo zwischen Mandarine und Zitrone – ist das Symbol der südlichen Präfektur Kochi auf der Insel Shikoku. Und das völlig zu Recht, denn nirgendwo schmeckt und duftet Yuzu so rein wie hier.
Miu wartet schon auf mich in ihrem biologischen Yuzu-Obstgarten. Die gelben Früchte glänzen mir entgegen: Es ist Erntetag. Mit langen Handschuhen bis zu den Ellbogen und einer roten Gartenschere in der Hand schneide ich die stacheligen Zweige ab. Der Duft ist unwiderstehlich – intensiver und süßer als Zitrone, frischer als Mandarine und voller Charakter.
Mit einer Flasche frisch gepresstem Yuzu-Saft in der Hand sitzen wir nach dem Essen im Schatten des Obstgartens zusammen. Grüner Tee mit einem Schuss Yuzu und Honig von den Nachbarn – Einfachheit in ihrer besten Form. Der Geschmack ist tief, rund und frisch und eigentlich mit nichts zu vergleichen. Yuzu verdient ihren eigenen Platz, genau zwischen Zitrone und Mandarine.
In Kochi kostet Yuzu im Herbst fast nichts, doch in Europa zahlt man ein Vermögen. Eine kleine Flasche mit 100 ml konserviertem Saft kostet schnell einmal elf Euro. Frische Yuzus sind rar, tauchen aber immer öfter in Feinkostläden auf – ab etwa fünf Euro pro 100 Gramm. Selbst mitbringen ist leider nicht möglich: Der frische Saft fermentiert zu schnell. Deshalb reise ich jetzt mit einer kleinen Hip-Flasche Yuzusaft – meiner flüssigen Erinnerung an Kochi.
Möchten Sie selbst Yuzu ernten, Bonito grillen oder echten Sake verkosten? Dann buchen Sie eine praktische Foodtour in Kochi als Teil Ihrer Rundreise durch Japan. Schauen Sie sich den Baustein Yuzu in Kochi an.
Christel schrieb diesen Blog nach ihren Erlebnissen in Kochi auf Shikoku, Oktober 2025.
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