Reisetipps abseits der Massen

Erhalten Sie jeden Monat unseren kostenlosen Inspirationsführer

Lhasa, die Hauptstadt Tibets

Dieser Reiseblog wurde von Sharon verfasst, der Tibet-Reiseexpertin bei Dimsum Reisen.

Seit Jahrhunderten übt Lhasa, die Hauptstadt Tibets, eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Abenteurer, Entdecker und Menschen aus, die in einem der vielen Klöster nach spiritueller Erleuchtung suchen.

Die Tatsache, dass die Stadt (und ganz Tibet) jahrhundertelang Sperrgebiet war, hat dieses Image nur noch verstärkt. Auch heute noch kommt man nicht ohne Weiteres nach Tibet hinein, obwohl es in den letzten Jahrzehnten immer einfacher geworden ist. Man benötigt ein Permit, es gibt Einschränkungen – aber wenn man erst einmal dort ist, versteht man, warum so viele hierher reisen möchten.

Schließen Sie sich den tibetischen Pilgern mit ihren Gebetsmühlen auf dem Barkhor an, besuchen Sie den faszinierenden Potala-Palast und erleben Sie Gebetsgottesdienste in einigen der größten buddhistischen Klöster der Welt: Drepung und Sera.

Barkhor, das Zentrum von Lhasa

Das Zentrum von Lhasa ist der Barkhor. Dieser jahrhundertealte, ringförmige Pilgerweg umgibt den heiligen Jokhang-Tempel und bildet bereits seit dem siebten Jahrhundert den spirituellen Kompass der Stadt. Wer hier entlangschlendert, wird sofort Teil der Kora – des rituellen, im Uhrzeigersinn verlaufenden Pilgerwegs. Zwischen den Mauern traditioneller, weiß getünchter Steinhäuser mit bunt verzierten Fensterrahmen vermischt sich das Murmeln von Mantras und das rhythmische Geräusch der Gebetsmühlen mit dem Duft von brennendem Wacholder-Weihrauch.

Der Barkhor ist ein Treffpunkt, an dem sich Pilger aus den entlegensten Winkeln Tibets und neugierige Reisende inmitten eines lebhaften Basars voller Thangka-Malereien, handgefertigtem Schmuck und tief verwurzelter Traditionen begegnen.

Doch neben dem spirituellen Charakter der Kora ist der Weg auch einfach ein sozialer Treffpunkt: Bekannte laufen sich über den Weg und tauschen die neuesten Nachrichten aus, während sie den Gebetsmühlen noch einen kräftigen Schwung geben.

Der Potala-Palast, ein architektonisches und spirituelles Weltwunder

Wie eine majestätische Festung, die sich aus dem Marpo-Ri-Hügel erhebt, dominiert der Potala-Palast die Skyline von Lhasa.

Dieses architektonische Meisterwerk, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, war jahrhundertelang der Winterpalast der Dalai Lamas und das Nervenzentrum des tibetischen Buddhismus. Der Komplex ist ein visuelles Spektakel von dreizehn Stockwerken, bestehend aus dem charakteristischen Weißen Palast (dem Verwaltungs- und Wohnteil) und dem zentralen Roten Palast, der reich verzierten Räumen, religiösen Studien und den atemberaubenden, mit Gold und Edelsteinen besetzten Grab stupas früherer Dalai Lamas gewidmet ist.

Innerhalb der meterdicken, nach innen geneigten Mauern wandert man durch ein Labyrinth aus mystischen Kapellen, Sälen und Bibliotheken, die Tausende von historischen Thangkas, feinen Wandmalereien und seltenen Sutren beherbergen. 

Der Potala-Palast ist ein absolutes Must-see bei einem Besuch in Lhasa, aber machen Sie es nicht am ersten Tag! Sorgen Sie dafür, dass Sie sich zuerst an die Höhe (3.500 Meter) gewöhnt haben, bevor Sie die Stufen des Potala erklimmen.

Die drei großen Akademien: Drepung, Sera und Nechung

Für diejenigen, die wirklich in die intellektuelle und mystische Vielschichtigkeit des tibetischen Buddhismus eintauchen möchten, bilden die Klöster rund um Lhasa ein unverzichtbares Triptychon. 

Etwas außerhalb der Stadt, an den Hängen des Berges Gambo Utse, liegt Drepung. Einst war dies das größte Kloster der Welt – eine riesige spirituelle Universität, die in ihrer Blütezeit mehr als siebentausend Mönche beherbergte. Die weiß getünchten Gebäude liegen wie ein Haufen Reis gegen die Felsen gestapelt. 

Drepung war bis zum Bau des Potala-Palastes das politische Herz Tibets und strahlt noch heute den Grandeur dieser frühen Geschichte aus. 

Eine ganz andere, dynamische Energie erwartet Sie im nahe gelegenen Sera. Dieses Kloster ist weltweit für seine jahrhundertealte Tradition der Mönchsdebatten bekannt. Jeden Nachmittag versammeln sich die Mönche im schattigen Innenhof zu einem theologischen Wettstreit. Für den Betrachter ist es ein faszinierendes, theatralisches Schauspiel: Mit lautem Klatschen, expressiven Gesten und energischen Schritten testen die Mönche gegenseitig ihr Wissen über die buddhistische Philosophie. Es ist kein Streit, sondern eine lebendige, messerscharfe Übung in Logik und Debattierkunst. 

Am Fuße von Drepung, versteckt zwischen den Bäumen, liegt schließlich das kleinere, aber tief mystische Nechung. Dies war jahrhundertelang der Sitz des Staatsorakels von Tibet. Während Drepung und Sera in Ratio und Studium brillieren, entführt Nechung Sie in die Welt der Esoterik. Das Orakel – ein Mönch, der in Trance verfiel und so von der Schutzgottheit Pehar besessen wurde – wurde von den Dalai Lamas bei entscheidenden politischen und spirituellen Fragen konsultiert. Die Atmosphäre hier ist geheimnisvoll; die Wände sind mit einigen der beeindruckendsten, düstersten und lebendigsten Wandmalereien zornvoller Schutzgottheiten bedeckt, die Tibet zu bieten hat. 

Zusammen bilden diese drei Orte die ultimative Synthese aus tibetischem Wissen, Debatte und Mystik.

Drak Yerpa: Die heilige Einsiedelei in den Felsen

Ein faszinierender und weitaus weniger besuchter Ausflug führt nach Drak Yerpa. Etwa dreißig Kilometer nordöstlich von Lhasa, tief versteckt in einem atemberaubenden Kalksteintal, liegt dieser jahrhundertealte Komplex aus Meditationshöhlen und Kapellen. 

Während der Potala-Palast die politische Macht symbolisiert, verkörpert Drak Yerpa die reine, asketische Hingabe. Ein tibetisches Sprichwort besagt: „Lhasa ist der Körper, aber Yerpa ist das Herz.“ 

Der Komplex schmiegt sich wie ein Schwalbennest an die steilen Felswände und strahlt eine heitere, fast greifbare Ruhe aus. Bereits im siebten Jahrhundert zog sich der legendäre König Songtsen Gampo hierher zurück, um zu meditieren, später folgten ihm große spirituelle Meister wie Guru Rinpoche und Atisha.

Abenteurer können hier über steile Felsenpfade entlang der heiligen Höhlen wandern, in denen das flackernde Licht von Yakbutterlampen jahrhundertealte Felszeichnungen und Statuen erleuchtet. 

Drak Yerpa bietet nicht nur einen faszinierenden Einblick in die Frühgeschichte des tibetischen Buddhismus, sondern ist auch für aktive Wanderer und Liebhaber von Berglandschaften ein absoluter Geheimtipp.

Unsere beliebtesten Tibet Rundreisen

Tibet Höhepunkte Reise

Über das Dach der Welt von Chengdu nach Kathmandu
  • 13 Tage
  • ab 3495 € pro Person

Tibet Rundreise zum Mount Kailash

Abenteuerliche Reise zum Heiligen Berg Kailash
  • 19 Tage
  • ab 4890 € pro Person

Rundreise Tibet

Entdecken Sie die Höhepunkte Zentral-Tibets mit seinen tibetischen Klöstern und der schönen Natur.
  • 13 Tage
  • ab 3195 € pro Person

Alle Reiseziele

Erhalten Sie unseren Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse:

Cookies und Datenschutz

Die Website von Dimsum Reisen verwendet Cookies. Diese Cookies unterscheiden wir in die Kategorien funktionale, analytische, Werbe- und Social-Media-Cookies.


Cookie-Richtlinie Dimsum Reisen
Datenschutzrichtlinie

Soziale Medien

Facebook Flickr Twitter Instagram Youtube