Dieser Blog wurde von unserem Tadschikistan-Reiseexperten Wim verfasst.
Nach längerer Zeit kehre ich zurück nach Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans. Und die Stadt befindet sich eindeutig im Wandel. Überall stehen Kräne und Straßen sind aufgerissen. Die Stadt wird nahezu komplett neu aufgebaut. Ein Teil des Charmes der alten Sowjetstadt geht dabei leider verloren. Auch der Basar wurde an einen neuen Standort verlegt. Dennoch macht es Spaß, durch Duschanbe zu schlendern und die Entwicklungen zu beobachten.
Traurig ist jedoch, dass mir berichtet wurde, viele der neuen Gebäude wurden von Projektentwicklern errichtet, stehen oft leer und sind in dieser erdbebengefährdeten Region nicht erdbebensicher.
Ich mache mich auf die Suche nach einigen der noch erhaltenen sowjetischen Mosaike. Früher gab es davon Dutzende, doch viele sind leider abgerissen worden. Glücklicherweise kann ich einige finden, befürchte aber, dass in zehn Jahren die meisten nicht mehr existieren werden.
Die, die ich sehe, sind wunderschön. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit in der Sowjetzeit in die Verschönerung von Wohnblocks und Fabriken investiert wurde.
Hier können Sie die Fotos dieser Reise ansehen.
Obwohl die meisten Menschen Tadschikistan wegen der imposanten Pamir-Highway besuchen – und das zu Recht – gibt es ein weiteres beeindruckendes Gebirge zu entdecken: die Fann-Berge. Dieses Gebirge (auch gut von Samarkand in Usbekistan aus erreichbar) ist ein wahres Wanderparadies.
Die Fann-Berge bestehen eigentlich aus drei Gebirgsketten: der Hissar-, der Zerafshan- und der Turkestan-Kette. Zwischen diesen Gebirgsketten findet man beeindruckende Bergseen wie den Iskanderkul-See, die Kulikalon-Seen, die Alaudin-Seen und die Haft Kul-Seen.
Es wird höchste Zeit für mich, auch hier einmal wieder zurückzukehren.
Ich verlasse Duschanbe und fahre schnell in die Berge, durch viele Tunnel, darunter der berüchtigte „Tunnel des Todes“, auch Anzob-Tunnel genannt. Dieser fünf Kilometer lange Tunnel war jahrzehntelang schlecht beleuchtet und instand gehalten – daher der Name. Inzwischen wurde der Tunnel teilweise renoviert, aber er bleibt eine „gruselige“ Passage.
Nach dem Tunnel passieren wir die Abzweigung zum schönen Iskanderkul-See und sehen einige beeindruckende Mosaike. Kurz danach halten wir in Sarvoda, einer Stadt, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Tadschikistan hat viele Minen (Edel- und Halbedelsteine, Gold, Mineralien und Kohle). Sarvoda ist eine alte Bergbaustadt, in der man in die Sowjetzeit zurückversetzt wird. Robuste Statuen von Bergarbeitern sowie Statuen und Mosaike von Lenin und Hammer und Sichel stehen noch im Park.
Einer der bekanntesten Seen ist die Gruppe der Haft Kul-Seen, auch „Sieben Seen“ genannt. Diese Kette von Bergseen ist ein beliebtes Ziel zum Picknicken, für eine Übernachtung in einem der Gästehäuser oder zum Wandern. Die ersten sechs Seen sind mit dem Auto erreichbar, zum siebten See führt ein etwa einstündiger Fußweg.
Die Seen sind alle eher klein, kristallklar und spiegeln die raue Berglandschaft wider. Unterwegs komme ich an einigen kleinen Dörfern mit traditionellen tadschikischen Häusern vorbei.
Ich übernachte in einem gemütlichen Gästehaus mit einem wunderschönen Garten am vierten See. In diesem Gemüsegarten wächst alles Mögliche – von Tomaten über Äpfel, Birnen, Kartoffeln bis hin zu Gurken und mehr. Ein großer Teil der leckeren und nahrhaften Mahlzeit stammt daher aus eigenem Anbau. Morgens steht Islom, der Gastgeber der Unterkunft, schon im Sonnenschein und pflückt Tomaten. Daraus wird Tomatenmark hergestellt und in Scheunen gelagert, um gut durch die kalten Wintermonate zu kommen.
Diese Seen sind auch gut als Tagesausflug (oder besser als Zweitagestour) von Samarkand aus zu besuchen.
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