Dieser Blog wurde von unserem Kirgisien-Reiseexperten Wim verfasst.
Einer der Höhepunkte (im wahrsten Sinne des Wortes) einer Rundreise durch Kirgisien ist ein Besuch des auf 3.000 Metern Höhe gelegenen Son-Kul-Sees. Im Sommer schlagen viele kirgisische Nomaden ihre Sommerlager an diesem See auf, um ihre Schaf-, Ziegen- und Pferdeherden auf den weiten Weideflächen rund um den See grasen zu laten.
Es gibt dort auch zahlreiche Jurten-Camps, in denen Sie übernachten können, um das Nomadenleben hautnah miterleben zu können.
Jedes Jahr im Mai oder Juni, wenn der Schnee geschmolzen und das Gras nicht mehr feucht ist, kehren die Nomaden aus ihren Winterquartieren in den Dörfern zurück auf die weiten Jailoos (hochgelegene Sommerweiden).
Dort werden die Filzjurten nach jahrhundertealter Tradition wieder aufgebaut. Während die Männer hoch zu Ross die Schaf-, Rinder- und Pferdeherden durch die sanft geschwungenen Hügel führen, kümmern sich die Frauen um die Jurten. Sie stellen Kymyz (fermentierte Stutenmilch) sowie weitere Milchprodukte wie Käse und Joghurt her. Es wird gekocht und ausgiebig Tee getrunken.
In ihrer freien Zeit fertigen die Frauen kunstvolle Filzteppiche an, die sogenannten Ala Kiyiz und Shyrdaks.
Die Anreise zum Son-Kul-See ist ein Abenteuer für sich, da dieser azurblaue Bergsee auf 3.016 Metern Höhe vollständig von den mächtigen Gipfeln des Tienschan-Gebirges umschlossen ist.
Es gibt vier wichtige Gebirgspässe, über die man den See erreichen kann. Es empfiehlt sich, über einen dieser Pässe zum Son-Kul-See anzureisen und die Rückreise über einen anderen Pass zu wählen.
Kalmak-Ashuu (3.446 m): Dies ist die zugänglichste Route aus nordöstlicher Richtung (von Kochkor aus). Die Straße ist relativ breit und bietet einen spektakulären ersten Blick auf die weite Hochebene.
Moldo-Ashuu (3.346 m): Dies ist die wohl ikonischste Route von der Südseite her. Machen Sie sich bereit für eine schwindelerregende Serie von Serpentinen, die sich durch dichte Tannenwälder bis weit über die Baumgrenze hinaufschrauben.
Kara-Keche (3.384 m): Dieser Pass führt Sie an einem aktiven Kohlebergwerk vorbei, was einen surrealen Kontrast zwischen industrieller Aktivität und der darauf folgenden unberührten Natur schafft.
Terskey Torpok (3.132 m): Wegen der vielen kurzen Kurven auch als „33 Papageien“ bekannt. Diese Route ist steil und schmal, belohnt Sie aber mit einem beeindruckenden Blick auf einen versteckten Wasserfall.
Welchen Pass Sie auch wählen: Sorgen Sie für einen robusten Geländewagen (4x4) und eine gesunde Portion fahrerisches Können, denn die unbefestigten Pisten fordern selbst erfahrene Reisende heraus.
Rund um den Son-Kul-See gibt es verschiedene Jurten-Camps. Das von Dimsum Reisen genutzte Camp ist eines der am schönsten gelegenen und komfortabelsten Lager. Sie schlafen in einer traditionellen Jurte, die mit richtigen Betten ausgestattet ist. Es gibt einen Holzofen, der in den frühen Morgenstunden für Sie angeheizt wird.
Das Camp verfügt über ein eigenes Restaurant, in dem die Mahlzeiten serviert werden, sowie über Dusch- und Toilettenkabinen. Man könnte es fast als die kirgisische Art von „Glamping“ bezeichnen.
Vom Camp aus spazieren Sie direkt zum Seeufer. Vor Ort können Pferde gemietet werden, oder Sie unternehmen ausgedehnte Wanderungen in die unberührte, weite Natur.
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