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Taipei: die moderne Hauptstadt von Taiwan

Im November machte ich meine erste Reise nach Taiwan. Auf Einladung der Taiwan Tourism Administration & China Airlines flog ich mit einem entspannten Direktflug nach Taiwan. Dort unternahm ich eine kurze Reise entlang der Westküste Taiwans. Natürlich durfte ich ein paar Tage in Taipeh nicht auslassen.

Was mir an Taipeh so gut gefällt, ist, dass es eine sehr moderne Stadt mit hohen Wolkenkratzern, angesagten Clubs, luxuriösen Restaurants, unglaublich sauber, aber dennoch ruhigem Verkehr und einem entspannten Hauptstadtgefühl ist. Gleichzeitig sieht man noch sehr viel von der traditionellen Kultur. So gibt es alte Tempel, lokale Nachtmärkte und kleine Kräutergeschäfte. In den Tempeln werden oft Opfergaben von Jung und Alt gebracht, und es ist meist angenehm belebt. Es sind 101 Eindrücke in kurzer Zeit.

 

Im Folgenden liest du über einige der Highlights, die ich in Taipeh besucht habe.

Einst das höchste Gebäude der Welt: Taipei 101

 

Ein Besuch der Highlights von Taipei ist natürlich nicht komplett ohne einen Abstecher zum ikonischen Taipei 101. Dies ist der Wolkenkratzer von Taipei und war eine Zeit lang das höchste Gebäude der Welt (heute 508 Meter hoch), bevor natürlich der Burj Khalifa in Dubai gebaut wurde.

Ich habe Glück: In den vergangenen Tagen gab es einen tropischen Sturm mit viel Regen, doch jetzt ist es herrlich klar und sonnig, sodass man weit über die Umgebung und die Stadt blicken kann. Ich drücke meine Nase fast gegen die Glasfenster und versuche herauszufinden, wo sich mein Hotel in der Stadt befindet. So entspannt und ruhig die Stadt wirkt, wenn man entlang der Fenster schlendert, erkennt man doch, wie groß Taipei eigentlich ist.

Taiwan liegt im sogenannten Pazifischen Feuerring, wodurch das Land anfällig für Erdbeben und Taifune ist. Doch wie Japan ist auch Taiwan stets gut darauf vorbereitet. So wurde ganz oben im Turm eine Art Dämpferkugel installiert. Diese Kugel (660 Tonnen) im oberen Teil des Gebäudes bewegt sich hin und her, sobald das Gebäude schwankt. Dadurch fängt sie einen Teil der Schwingungen ab, sodass sich das Gebäude bei starkem Wind oder einem Erdbeben weniger bewegt bzw. kontrolliert mitschwingt. Genial!

Falls du neugierig auf den Turm bist und Nervenkitzel magst, schau dir einmal ein Video des amerikanischen Kletterers Alex Honnold an, der Anfang 2026 ohne Seile den Turm bestieg. Brrr …

 

Tipp: Wirf jeden Abend einen Blick auf den Taipei-101-Turm. Jeden Abend erstrahlt der Turm in einer anderen Farbe!

Mittagessen im bekannten Din Tai Fung

Ich esse zu Mittag bei Din Tai Fung. Diese Kette begann einst als ein kleines Geschäft in den 1950er-Jahren und wurde weltberühmt durch ihre Xiao Long Bao – Suppen-Dumplings, gefüllt mit Brühe und Fleisch. Während ich schnell meine Bestellung aufgebe, werfe ich während des Wartens einen Blick in die Küche. Durch die offene Küche kann man durch die Fenster sehen, wie geschickt die Köche die Dumplings rollen und falten. Es ist wie eine perfekt geölte Maschine: Jeder hat seine eigene Aufgabe, alles läuft gleichmäßig und rasend schnell ab. Man kann einfach nicht wegsehen.

Und dann die Dumplings selbst … wenn man das Körbchen öffnet, strömt einem sofort der Dampf entgegen. Achtung: Beiß zuerst ein kleines Loch in den Dumpling, damit der Dampf entweichen kann und du zunächst die Brühe trinken kannst. Danach kannst du den Dumpling ganz genießen. Und ach, war das lecker! So simpel, aber mit einem so intensiven Geschmack.

Das Restaurant ist beliebt – unglaublich beliebt. Normalerweise kann man nicht reservieren, sondern zieht eine Nummer und wartet, bis man aufgerufen wird. Als ich dort war, betrug die Wartezeit 155 Minuten! Behalte ein wenig im Blick, welche Nummern gerade aufgerufen werden und wann du an der Reihe bist, aber ansonsten kannst du ganz entspannt noch etwas durch das Einkaufszentrum schlendern.

 

Modernes und Traditionelles findet man gemeinsam in der Dihua Street in Dadaocheng

 

Modernes und Traditionelles begegnet man in der Dihua Street im historischen Viertel Dadaocheng. Dies ist eine der ältesten und charaktervollsten Straßen Taipehs. Im 19. Jahrhundert war dies das Handelszentrum der Stadt, und das sieht man noch heute an den stattlichen Handelshäusern mit europäischen Einflüssen. Wenn man spazieren geht, lohnt es sich besonders, zwischendurch nach oben zu schauen, um die alte barocke Architektur der Gebäude zu bewundern.

Entlang der Straße gehe ich an Geschäften voller Gewürze, Tee und traditioneller Medizin vorbei sowie an einer endlosen Menge von Souvenirläden. Das ist wiederum eine Entwicklung, die dazugehört. Aber ich entdecke auch hippe Coffeeshops und kleine Brauereien, die sich zwischen den alten Fassaden einnisten. Gerade dieser Kontrast macht es interessant. Schließlich betrete ich ein altes Gebäude – und siehe da: Hier gibt es einen richtigen Foodmarket und einen Textilmarkt. Super schön, um einfach einmal hindurchzuschlendern!

 

Mit Finesse schlürfen bei Noodle 3

 

Am Abend gehen wir essen bei Noodle 3, einem beliebten Nudelrestaurant in Taipei, das im Michelin-Guide erwähnt wird. Es nennt sich selbst auch gern „der Rolls Royce unter den Beef Noodles“. Das Restaurant ist schlicht, hat aber eine angenehme Atmosphäre. Es gibt eine offene Küche mit dampfenden Töpfen, Köchen, die in hohem Tempo Schüsseln füllen, und Tischen, die ständig von Einheimischen besetzt sind, die hier offenbar Stammgäste sind.

Die Spezialität ist die Beef Noodle Soup: eine tiefe, kräftige Brühe mit vielschichtigen Aromen, zarte Rindfleischstücke und herrlich dicke Nudeln. Comfort Food vom Feinsten! Dafür entscheide ich mich natürlich. Übrigens kann man die Dicke der Nudeln selbst wählen.

Meinen kleinen Kampf mit Metall-Essstäbchen und glitschigen Nudeln lassen wir lieber außer Betracht. Elegant war es nicht – aber jeder Bissen hat das mehr als wettgemacht.

 

Chiang Kai-shek Memorial Hall

 

Nach einer ausgiebigen Runde am Frühstücksbuffet gehe ich zur Chiang Kai-shek Memorial Hall. Chiang Kai-shek war lange Zeit Führer Chinas und später Taiwans. Er war Präsident der Republik China und gilt als einer der Wegbereiter des heutigen Taiwans. Sein Erbe ist bis heute spürbar und für manche durchaus ambivalent. Für einige legte er den Grundstein für das moderne Taiwan, für andere steht er sinnbildlich für Unterdrückung.

Ich betrete das Gelände von der Rückseite, daher sehe ich zuerst das strahlend weiße Monument mit dem blauen, pagodenartigen Dach. Unten befindet sich eine Ausstellung über das Leben Chiang Kai-sheks. Oben liegt die Gedenkhalle mit einer 6,3 Meter hohen Bronzestatue von Chiang Kai-shek. Ich verlasse das Gebäude und gehe die Treppe hinunter. Die 89 Stufen nach unten verweisen auf das Alter, das Chiang Kai-shek erreichte.

Dann beginnt die Wachablösung. Die Soldaten bewegen sich synchron, fast wie in einem Tanz. Das Geräusch ihrer Schritte hallt von den Marmorwänden wider, und alle schauen still zu. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, wie viele Trainingsstunden wohl dahinterstecken.

 

In den Gärten rund um das Monument spazieren Menschen umher, machen Fotos und suchen Schatten unter den Bäumen. An den Seiten der Anlage stehen gewaltige Gebäude: das Nationaltheater und die Nationale Konzerthalle. Die monumentalen Tore am Haupteingang und der weitläufige Platz verleihen dem gesamten Areal eine besonders feierliche Atmosphäre.

Rituale im Longshan-Tempel

 

Danach besuche ich den Longshan-Tempel. Sobald ich eintrete, hängt die Luft schwer vom Weihrauch, und ich sehe Besucher mit Bündeln brennender Räucherstäbchen beten und sich verbeugen. Meine Güte, ist es hier voll! Dieser Tempel vereint Elemente des Buddhismus und Taoismus und ist Guanyin, der Göttin des Mitgefühls, gewidmet. Den ganzen Tag über kommen Einheimische hierher, um Opfergaben darzubringen und um Schutz oder Glück zu bitten.

Während eines Bombenangriffs im Zweiten Weltkrieg wurde ein großer Teil des Tempels zerstört, doch die Statue von Guanyin blieb auf wundersame Weise unversehrt. Seitdem werden ihr besondere Kräfte zugeschrieben.

Ich gehe im Uhrzeigersinn durch den Tempel und komme aus dem Staunen nicht heraus: farbenprächtige Dächer, filigrane Holzschnitzereien und Reihen roter Laternen. Gleichzeitig achte ich darauf, niemandem im Weg zu stehen – für viele Besucher ist dies ein Moment aufrichtigen Gebets.

Auf einem Innenhof sehe ich Menschen zwei rote, halbmondförmige Holzblöcke auf den Boden werfen und bleibe neugierig stehen. Das ist Jiaobei, ein Ritual, um eine Antwort von den Göttern zu erhalten. Nach einem Gebet und einer Ja-oder-Nein-Frage werden die Blöcke geworfen. Fallen sie unterschiedlich, ist die Antwort positiv. Fallen sie gleich, muss die Frage erneut gestellt werden. Fallen beide mit der gewölbten Seite nach oben, ist die Antwort ablehnend. Oft werfen die Menschen die Blöcke dreimal hintereinander, um ganz sicherzugehen.

 

Dieser Blog wurde von unserer Taiwan-Reiseexpertin Vera geschrieben.

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