Eine der traditionellsten und authentischsten Inseln Indonesiens, die Sie besuchen können, ist Sumba, eine der Kleinen Sundainseln, auch Nusa Tenggara genannt.
Die Insel hat ihren eigenen einzigartigen Marapu-Glauben, ist voller traditioneller Dörfer mit charakteristischen Dächern und vonatemberaubenden Stränden. Die Hügel und Dschungel sind voller bezaubernder Wasserfälle und im Frühjahr erwacht die ganze Insel durch die alljährlichen Pasola-Festivals.
Sehen Sie hier den Fotobericht dieser Sumba-Reise
Unser Abenteuer auf Sumba beginnt in Waingapu, der Hauptstadt des östlichen Teils von Sumba. Ein Propellerflugzeug von Wings Air bringt uns zum kleinen Flughafen von Waingapu.
Wir fahren kurz durch diese kleine Provinzstadt – viel mehr ist sie eigentlich nicht, aber immerhin die größte Stadt der Insel. Wir halten an der Pferderennbahn wo bereits fleißig für die Pasola-Feste geübt wird, die jedes Frühjahr stattfinden. Am Hafen werden überall Stände für den Nachtmarkt aufgebaut, und frischer Fisch in allen Formen und Größen wird zum Verkauf angeboten.
Wir übernachten in einem hübschen kleinen Hotel mit Bungalows im traditionellen Stil und einem wunderschönen Blick auf den Kambaniru-Fluss.
Am frühen Morgen stehen wir auf, fahren mit einem Pick-up und Kanus los, um bei Sonnenaufgang auf dem Kambaniru-Fluss Kanu zu fahren. Eine herrlich entspannte Kanufahrt, der Fluss ist sehr ruhig, und nach und nach erwacht das Leben. Die Menschen gehen zur Arbeit auf die Felder, Kinder gehen zur Schule, Wasserbüffel trinken aus dem Fluss, und allerlei Vögel flattern über unsere Köpfe hinweg.
Sumba ist von schönen Stränden umgeben, aber einer der schönsten ist zweifellos der von Walakiri. Der Strand ist in knapp einer Stunde von Waingapu aus erreichbar und tagsüber ein idyllischer Ort mit über schneeweißen Sandstränden geneigten Palmen. Es gibt einen kleinen Imbissstand mit kalten Getränken – mehr nicht: keine Strandbars, keine Liegestühle, keine angesagten Restaurants, einfach nur ein wunderschöner Strand.
Bei Sonnenuntergangwird es noch schöner. Dann gehen Sie ein Stück am Strand entlang zu den Mangrovenwäldern und anschließend ins Meer, wo einige Mangrovenbäume aus dem Wasser ragen und eine fantastische Kulisse für Fotos bilden. Eine Art Instagram-Spot – ganz ohne Influencer.
Die jahrhundertealte Kultur Sumbas ist noch immer lebendig. Im Mittelpunkt steht dabei die Marapu- Religion, eine Art Ahnenverehrung und ein animistischer Glaube voller Traditionen. Die Häuser sind voller Büffelhörner, überall stehen gewaltige Gräber mit imposanten monolithischen Grabsteinen. Eine Beerdigung ist für die Familie ein umfangreiches Ritual und ein kostspieliges Ereignis. Dabei werden zahlreiche Büffel geopfert, und die Menschen, die die gewaltigen Grabsteine tragen, müssen mit Essen versorgt werden.
Da ein solches Ereignis sehr kostspielig ist, kann es lange dauern, bis die eigentliche Beerdigung stattfindet. Bis dahin werden die Verstorbenen in den traditionellen Häusern aufbewahrt.
Diese Häuser haben alle charakteristische dreieckige Dächer. Es gibt noch Dutzende solcher traditionellen Dörfer, von denen einige besser erhalten sind als andere und die meisten noch bewohnt werden. Sie können die Dörfer besuchen, müssen häufig Ihren Namen in ein Dorfbuch eintragen und eine kleine Spende geben. Die meisten Dörfer liegen im Westen Sumbas.
Sumba ist von schönen Stränden umgeben, und die gute Nachricht ist: An den meisten Stränden sind Sie ganz für sich. Außerdem sind die Strände sehr unterschiedlich, sodass es sich durchaus lohnt, mehrere von ihnen zu besuchen.
Hier finden Sie eine Übersicht über die Strände, die wir besucht haben.
Das Landesinnere von Sumba ist übersät mit herrlichen Wasserfällen, die sich zudem stark voneinander unterscheiden. Hier finden Sie eine Übersicht über die Wasserfälle, die wir besucht haben:
Und ist dieses unbekannte Sumba nun so schwer zu erreichen? Nein, überhaupt nicht. Es gibt verschiedene Verbindungen nach Bali und Lombok, und ab Tambolaka gibt es auch Flüge nach Jakarta und Surabaya. Von Tambolaka und dem kleineren Flughafen von Waingapu gibt es außerdem Flüge zu verschiedenen Städten auf Flores.
Vor Ort organisieren wir selbstverständlich ein Auto mit Fahrer, das Sie bequem über die Insel bringt und Ihnen ermöglicht, anzuhalten, wo Sie möchten. Am praktischsten ist es, nach Waingapu zu fliegen und vom Flughafen Tambolaka zurückzufliegen (oder umgekehrt), wenn Sie die gesamte Insel sehen möchten.
Beste Reisezeit? Die trockenen Monate rund um den Sommer (Mai bis September), in denen die Wasserfälle am schönsten sind. In den Regenmonaten leuchten die Hügel jedoch in einem prächtigen Grün, und im Februar können Sie an verschiedenen Orten auf Sumba das traditionelle Pasola-Festival erleben.
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